Katzen haben Personal

Morgens, halb zehn in Deutschland….aus dem Alltag einer Katzenpsychologin …  😉

So oft höre ich, dass Katzen ihre Menschen voll im Griff.haben. Es heißt:

Hunde haben Frauchen und Herrchen    –     Katzen haben Personal

Das kann ich so nicht bestätigen.

Natürlich war das Spaß, denn dieser Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Heute ist bei uns so ein Tag, an dem mein Königs-Kater Teddy bei seinem vollzeitbeschäftigten Personal voll auf den Nerv trifft.

  • Ich muß arbeiten….. er nicht.
  • Draußen ist April mit Regen, Hagel, Wind…..er will Sommer, Sonne, draußen liegen.
  • Ich brauche Ruhe….er schreit rum.

Es ist Bürotag und bis um 09.30 Uhr war ruhiges Arbeiten möglich. Momo lag gemütlich mit bei mir auf dem Schreibtisch und ließ sich zwischendurch kraulen, während ich einen Therapieplan schreibe, eine Bachblütenmischung überprüfe und die Steuererklärung einen Schritt weiter bringe.

Und dann war Aufstehzeit vom gnädigen Kater. Wenn er aufsteht, beginnt das Chaos.

Auf der Treppe macht es bumm…bumm…bumm…bumm…..er stiefelt runter und klackert mit seinen Krallen über die Fliesen. Nicht, dass er zu lange Krallen hätte. Nein, jeder soll hören, dass der König nun seine Runde dreht. Momo ist in Anspannung und verläßt freiwillig ihren gemütlichen Platz bevor der gnädige Katerkönig ihr zum wiederholten Male beibringt, dass sie zu gehen hat, wenn seine Hoheit den Platz haben will. Er ist ein Macho und wir arrangieren uns alle damit. Ändern werden wir ihn nicht mehr.

Der gnädige Chaos-King stiefelt an sein Napf und verkündet lautstark, dass sein heiliges Morgensahneschälchen noch nicht gefüllt ist. Ich laufe also los, mixe schnell ein Gläschen Wasser mit laktosefreier Sahne und stelle ihm das hin. Zu spät. Die gnädige Chaos-Hoheit will jetzt nicht mehr, ich war nicht schnell genug. Schneller geht aber nicht, ich bin auch keine 20 mehr. Gerade setze ich mich hin, da kraxelt eure Hoheit auf seine Waage und zeigt damit an, dass er nach draußen in den Garten möchte. Ich habe an der Tür eine Waage stehen, um immer mal das Gewicht meiner Katzen zu überprüfen. Momo bekommt schnell mal Rundungen an den Hüften und eure Hoheit Kater Teddy wiege ich, nachdem er im letzten Jahr ein Lebertrauma hatte mit Gewichtsabnahme. So habe ich über das Gewicht meiner Katzen immer einen guten Überblick.

Zurück zu „Euer Hoheit Teddy“. Er sitzt da also und schaut den Türgriff an. Das bedeutet, ich soll die Tür öffnen, aber ich hatte mich gerade wieder an mein Notebook gesetzt. „Teddy, geh bitte durch Deine Katzenklappe“. Aber Chaos-King denkt gar nicht dran.

„Mach aaaaauf“, klingt es aus dem Mäulchen von King Teddy…..und dann wird er massiver….. „MACH AAAAAUF (MAAAAAAAAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUUU)“.

Meine Nerven. Steuererklärung und Konzentration sind dahin. Also kann ich auch aufstehen und die Tür öffnen. Brrrrr, ist das kalt….“Nee, ich will doch nicht“, motzt er rum…….der König kommt sofort wieder rein, bleibt in der Tür stehen und kann sich nicht entscheiden. Wie es so bei Katzen ist, findet er jetzt genau die Position zwischen Tür und Angel super, um sich hinzusetzen.

Er sitzt also in der Tür, ich stehe und friere. Es ist kalt heute….5 Grad.

„Rein oder Raus“????? NÖ….nix zu machen. Weder noch. Dann eben nicht. Ich setze mich hin und will gerade wieder anfangen zu schreiben, da geht der Chaos-King raus. Ich laufe schnell hin und schließe die Terrassentür. Kaum sitze ich, sitzt Teddy auch schon wieder vor der Tür und schreit. „Nimm die Katzenklappe“, rufe ich. Das sieht er gar nicht ein. Er wird lauter, massiver, drohender. Ich frage mich manchmal, was unsere Nachbarn denken, wenn er die Gegend zusammenschreit !?…..Okay, ich gehe zur Tür und öffne sie. Zu spät, ich war zu langsam. Er bleibt draußen sitzen und dreht mir den Popo zu. Er ist beleidigt, weil ich eurer Hoheit nicht schnell genug Einlass gewährt habe.

Mir egal, dann mach ich die Tür halt wieder zu. Kaum sitze ich, geht das Geschrei draußen wieder los: „Mach die Tür auf (maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaauuuuuuuuuuuuuuuu), mach die Tür auuuuuuuuuuuuuf. Ich armer Kater werde misshandelt und bei 5 Grad vor der Tür gelassen und mein Bauchkrauli macht mir nicht aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaauuuuuuuuuuuuuf. Skandaaaaaaaaal“.

Ich sehe das gar nicht mehr ein und bleibe stur. Er hat 10 Meter weiter eine Katzenklappe.

Es dauert etwa 4 Minuten und die Katzenklappe geht. Mit Karacho. Bamm….bamm…..bamm und lautem Geschrei….MAAAAAAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUUUUUU (Frechheit, mir wurde nicht aufgetaaaaan).

Es werden nun zwei Runden im Haus gedreht mit einem Riesengeschrei, wie schlecht man hier in diesem Haus behandelt wird (auch Katzenpfoten können übrigens stampfen). Dann hat er einen neuen Plan. Ab auf den Schreibtisch und dem Bauchkrauli mal schnell das Dokument zerstören, indem er über die Tastatur latscht und sich im Anschluss auch noch komplett darauf schmeißt. Der Blick sagt alles…..das war Absicht.

Mein Chaos-King ist nun mittlerweile etwa 20 Minuten wach und hat das gesamte Haus und seine Bewohner aufgemischt. Nun möchte der gnädige Herr speisen. Aber nicht das Futter, an dem Momo kurz mal dran gerochen hat. Nein, das ist eurer Hoheit nicht würdig. „Ich will anderes Futter“. Okay….anderes Futter. ZU SPÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄT. „Nächstes Mal geht das schneller, Bauchkrauli, ist das klar!“. Es ist egal wie schnell ich bin. Wenn ihm was nicht paßt, bin ich immer ZU SPÄT.

Mit Gemecker wird sich nun vom Futternapf zurückgezogen und die Sahne geschlabbert. Katzen sind reinliche Tiere, erzähle ich meinen Klienten immer. Mit einer Ausnahme. Kater King Teddy. Die Sahne ist über den gesamten Fussboden geschlabbert.

Ich wische also den Boden, während sich Teddy mit lautem Geschrei wieder durchs Haus bewegt. Er muß mal. Wohlgemerkt, er kommt gerade von draußen, aber seit er im letzten Jahr krank war und drinnen aufs Katzenklo gegangen ist, hat er die Vorzüge eines Katzenklos entdeckt. Es ist trocken, warm, weich und da ist jemand anderes, der es wieder sauber macht. Man muß sich nicht ständig neue Plätze suchen und Feinde gibt es auch nicht. Da er jetzt in einem gehobenen Alter ist mit 19 Jahren, darf er also aufs Katzenklo.

Allerdings hat er die Angewohnheit seinen Klogang lautstark anzukündigen. Er wechselt nun zwischen Chaos-King und Drama-Queen. Nach dem Klogang ist die gesamte Streu aus dem Klo im Badezimmer verteilt und es wird so lange geschrien bis sein Bauchkrauli (das bin ich) seine Hinterlassenschaften SOFORT reinigt. Ich hatte mal die Hoffnung, dass ich nur stur genug sein muß bis er aufgibt, aber da hatte ich mich geschnitten.

Nachdem ich nun also gerade die Sahne weggewischt und mein Dokument von den Zusatzbuchstaben und -Zeichen, die Chaos-King da reingetatzt hat, befreit hatte, machte ich mich auf, das Katzenklo zu reinigen. Dort angekommen wußte ich sofort, dass es in einer kompletten Badezimmerreinigung endet. Wie kann ein einziger Kater die Streu in so kurzer Zeit im Bad verteilen? Egal. Noch während ich das Chaos beseitigte, hörte ich ihn schon wieder schreien:

„HUNGER !!!! – HUNGER!!!!“

Das Bad konnte in einen gereinigten Zustand gebracht werden und anschließend ging ich dann runter und da saß er. „HUNGER!!!“. „Du hast schon was, das habe ich Dir gerade auf den Teller gegeben“. „Ich will aber was anderes, da hat Momo dran geleckt“. „Vergiß es Teddy, gib endlich Ruhe“. Entweder frißt Du mit Momo oder Du hast weiter Hunger. Pfffff, er dachte gar nicht dran, aber ich auch nicht.

Doch diesmal gab meine Drama-Queen nach.

Nachdem er fertig war mit Fressen, konnte ich die Küche putzen. Reinliche Tiere? Ich überlege, ob ich das Katzenfutter in Zukunft einfach gleich auf die Fliesen kippe….es macht keinen Unterschied zum liebevoll servierten Futter auf einem Teller. Katzen fressen NEBEN dem Teller oder auf dem Boden.

Ich setzte mich wieder an mein Notebook und entdeckte, dass Chaos-King während meines Badreinigungsprogramms auch das Dokument-Zerstörungsprogramm noch einmal in Gang gesetzt hatte. Während ich das Dokument zu retten versuche, will eure Hoheit wieder raus. Diesmal mußte er allerdings einsehen, dass er meine Geduld heute etwas überreizt hat. Er kuschelte sich noch einmal ganz lieb an mich, schnurrte und schaute mich mit diesem Blick an, der sofort alles verzeihen und vergessen läßt <3.

Dann zog er sich zurück nach oben….ins BETT.

Psssst, er schläft.

Ich sitze noch immer an den Folgen des Dokument-Zerstörungsprogramms. Aber ich muß auch schmunzeln, denn mir wird wieder einmal sehr bewußt:

Genau so ist das Leben mit einem Charakter-Kater, der genau weiß was er will und wie er einen um den Finger wickelt. Ich arbeite tagtäglich mit Katzen und Menschen und an deren Problemen, die im Zusammenleben zwischen Mensch und Katze entstehen können. Aber wie man sieht, bin auch ich gut erzogen und voll im Dienste meiner kleinen Katzenpersönlichkeiten.

DAS IST LEBEN MIT KATZEN UND ICH LIEBE ES ❤ ❤ ❤

Und ich liebe meinen kleinen Chaos-King und bin froh, dass ich ihn noch so fit und gesund bei mir habe.

Jetzt muß ich weiter arbeiten solange ich noch Ruhe habe und bevor ich wieder bumm…bumm…bumm…höre und das Chaos wieder von vorn los geht.

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Tag und ganz viel Freude mit euren fellnasigen Geschenken ❤

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29 Gedanken zu „Katzen haben Personal

  1. Ich habe Tränen gelacht, nein, nicht aus Schadenfreude, sondern weil ich mich in jeder Scene wiedergefunden habe.
    In der Tür sitzen bleiben, das Fenster muss auf ich will rein, sonst schrei ich die Nachbarn zusammen (verflucht sei der Tag, an dem ich das erste Mal nachgab…), das Mampfi wird zusammengescharrt, die Milch kam zu spät (ich fass es nicht – so hatte ich das noch nie gesehen), rüber über die Tastatur, zurück und dann drauflegen (Wenn das beim Hochfahren passiert, kann man das ganze Betriebssystem zerstören…). Ganz toll!

    Und dann endlich: „Psssst!“ Ich kann schon leiser als die Katze 🙂 . Aber – genauso ist es: Ich liebe es!! Ulrike

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    • Freut mich, dass ich den Katzenmamanerv treffen konnte ;-). Sie haben alle verschiedene Charaktere und sind ganz individuell, aber in diesen Punkten sind sie (fast) alle gleich ❤ Und Du hast sooooo recht. Wenn man nicht schnell genug ist, kann man sein Betriebssystem neu installieren. Aber wir lieben sie ❤

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  2. Das ist eine wundervolle und authentische Beschreibung von einem Vormittag mit Katze.
    Ich habe Tränen gelacht. Wenn ich bei mir die Spuren meiner Prinzessinnen beseitige,
    lache ich selten.
    Der „Terror“ hört ja vormittags nicht auf. Steht man vom Sessel auf, ist dieser von einer „tief schlafenden“
    Katze besetzt, wenn man zurück kommt.
    Geht man nachts auf die Toilette und will wieder ins Bett, liegt die Katze die vorher bescheiden am Fußende lag, quer im Bett. Als gut erzogener Katzenhalter, läßt man die Katze natürlich liegen und legt sich völlig
    verdreht ins Bett, falls man überhaupt noch Platz findet.
    Trotzdem lieben wir alle unsere Plüschpopos heiß und innig.
    Irene

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    • Ich glaube, gerade weil sie so kleine Terrorzwerge sind, lieben wir sie. Ich habe gerade mal 45 Minuten mit meinem kleinen Chaos-King beschrieben. Und Du triffst den Nagel auf den Kopf. Egal, welchen Platz man verläßt, sobald man (auch nach 10 Sekunden) zurück kommt, liegt dort eine tief schlafenden Katze. Morgens steht man auf mit verspannten Muskeln, weil man mit 1,70 m Größe gerade mal 80 mal 80 cm zum schlafen hatte, während Katerchen mit einer Größe von 50 cm 1,20 x 2,00 m Platz hatte….hihi…..<3

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  3. Woher weißt du, wie es bei mir seinerzeit zuging, als meine beiden 🐱 Quälgeister 🐱 noch lebten? 😂 Danke für den schönen und erheiternden Beitrag. Ich hab mich köstlich amüsiert.
    Alles Liebe …
    Gaby

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  4. Hahahaha, das kommt mir alles so bekannt vor.
    Unsere beiden haben uns auch total im Griff.
    Vorallem das zwischen Tür und Angel sitzen.
    Auch wir haben uns schon gefragt wann die Nachbarn mal das Jugendamt rufen weil unsere Katzen immer schreien wie Kinder, die man gerade grün und blau geprügelt hat.
    Unsere Mauz „klingelt“ übrigens wenn sie was will.
    Will sie Futter hebt sie den Futternapf mit den Pfoten an und lässt ihn immer wieder auf die Fliesen fallen, bis wir reagieren,
    will sie Aufmerksamkeit geht sie aufs Regal, guckt uns direkt an und schmeißt ein Teil nach dem anderen herunter, bis wir reagieren,
    will sie abends im Bett kuscheln, läuft sie im Wohnzimmer solange vor dem TV und auf dem Receiver hin und her, bis ich ins Bett gehe, damit sie es sich zwischen meinen Füßen bequem machen kann.
    Aussitzen bringt gar nix, sie hört nicht auf auch nicht nach einer Stunde vergeblichen klingelns, sie weiß genau, irgendwann werden wir reagieren…
    Ich glaube, manchmal drohen sie uns damit, Catnesty International einzuschalten wegen unserer schrecklichen Verstöße gegen die Katzenrechte….

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    • Genau das ist das Problem. Irgendwann kommt sie zum Erfolg. Die einzige Möglichkeit besteht darin, ein paar Tage/Wochen auf der Couch zu übernachten 😉 Aber wer will das schon. Einmal nachgegeben….immer Terrorzwerg. Klingeln ist übrigens eine sehr harmlose Bezeichnung für die kleinen katzenterroristischen Anschläge 😉

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      • Ja Terror trifft es sehr gut.
        Ich vergleiche sie immer mit einem seeehr nervigen Hotelgast, der ständig auf die Glocke an der Rezeption haut, um endlich bedient zu werden, deswegen „klingeln“
        Aber wenn sie sich dann satt und zufrieden rankuscheln und ein so ganz lieb angucken, verzeiht man ihnen doch wieder alles 😉

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  5. Ja, unsere kleinen Fellnasen haben uns im Griff. Wunderschöne Episode aus dem Katzenalltag. Ich habe seit Jahren ein 3D-Puzzle versucht aufzubauen. Egal wo die beiden gerade sind, sobald ich versuche anzufangen, sind sie da und helfen mit, indem sie die Bauteile wegtragen.

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  6. Ohhhhhh wie schööööön. Wie bei mir zuhause. 🙂 Klasse geschrieben. Und Teddy ist 19? Das ist ja irre. Falls Du irgendwann mal nach einem Thema suchst: Ich würde sehr gern wissen, wie Du bei zwei Katzen (und mindestens einem extremen Charakter) damit umgehst, wenn eine weniger und die andere mehr essen soll. Danke für den tollen Beitrag, Stefanie

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    • Dankeschön. Jaaa, Teddy ist mindestens 19, vielleicht auch schon älter, aber topfit. Das Thema Gewicht, Übergewicht und wie man damit umgeht, nehme ich gerne als eines der nächsten Themen auf. LG Ilona

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  7. ich bin zwar kein Personal, auch kein Frauchen, liebe Tiere und diese Geschichten sind einfach köstlich, so erfrischend und ich hab so lachen müssen. Danke fürs Aufschreiben 🙂 LG Eva

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